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Abnutzungsekzem

Beruflich bedingte Hautkrankheiten sind überwiegend Ekzeme. Dabei handelt es sich um Entzündungsreaktionen der oberen Hautschichten, die durch eine Vielzahl von Einflüssen auf die Haut entstehen, jedoch nicht durch Mikroorganismen wie etwa Bakterien. Daher sind Ekzeme auch nicht ansteckend.

Das Abnutzungsekzem ist die häufigste beruflich bedingte Hauterkrankung. Es tritt vorwiegend an den Händen auf und entsteht durch eine langfristige Belastung der Haut durch eigentlich harmlose oder nur gering belastende Stoffe wie Wasser, Reinigungs- und auch Desinfektionsmittel. Der obersten Hautschicht werden bestimmte Baustoffe wie zum Beispiel Fett stärker entzogen als die Reparaturmechanismen der Haut ersetzen können. Folge: Die Haut wird trocken und rissig. Juckreiz und Rötungen treten auf. Die Haut verliert Teile ihrer Schutzfunktionen.

Dieses Abnutzungsekzem (Spülhände) wird im beruflichen Alltag fälschlicherweise oft als normal und harmlos angesehen. Da das Abnutzungsekzem aber als Voraussetzung für das Entstehen einer allergischen Hautkrankheit gesehen wird, sollte es als höchste Alarmstufe zur Einleitung von Hautschutzmaßnahmen eingestuft werden. In dieser Stufe sind die Hautveränderungen noch reparabel.

Zwar sind hautempfindliche Menschen eher gefährdet, ein Abnutzungsekzem zu entwickeln, aber auch eine robuste Haut ist bedroht. Oft entstehen die Hautveränderungen erst nach Jahrzehnten hautbelastender Arbeit.

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